Prüfung nach DIN von Sandfuchs-Sanden

Physikalische Untersuchungen

Die folgenden 10 Standard-Prüfverfahren gelten als Grundlage für die Spezifikation der Sandfuchssiebe und orientieren sich hier an der jeweils gültigen DIN-Norm für die Beurteilung von Spielplatzsanden und an den Unterlagen der entsprechenden Verbände, wie beispielsweise dem Beachvolleyballverband.

Viele der folgenden Prüfungen gehen über diese Vorgaben hinaus, um eine eindeutige und möglichst genaue Charakterisierung der Sande zu ermöglichen. Ziel sind hierbei Sandmischungen, die in engen Toleranzen ein hohes Qualitätsniveau der Marke Sandfuchs erhalten.

Die Qualität orientiert sich hierbei an der Reproduzierbarkeit, mit entsprechender genauer Spezifikation, aus der die Eignung für die jeweilige Anwendung hervorgeht.

Im Einzelnen sind die Prüfungen wie folgt:

Kornspektrumsanalyse

Prüfverfahren 1:

Durchführung einer Prüfsiebung mittels Siebturm auf einer Vibrationssiebmaschine Fabrikat Retsch, Prüfsiebe Maschenweite 63 µ, 150 µ, 250 µ, 500 µ, 1000 µ, 2000 µ.

Dies ergibt die Prüfung der folgenden Fraktionen:

Fraktion 1:
63 µ Staubanteil

Fraktion 2:
größer 63 µ und kleiner 150 µ

Fraktion 3:
größer 150 µ und kleiner 250 µ

Fraktion 4:
größer 250 µ und kleiner 500 µ

Fraktion 5:
größer 500 µ und kleiner 1000 µ

Fraktion 6:
größer 1000 µ und kleiner 2000 µ

Fraktion 7:
größer 2000 µ

Dauer der Prüfsiebung 2 Minuten. Aufgabemenge 100 Gramm, Aufbereitung der Probe. Trocknung über 2 Std. bei Temperatur T = 50 Grad Celsius, auf einem Aluminiumblech, Schichtstärke max. 10 mm.

Prüfverfahren 2:

Mittels Trockenmessprobe und Verwendungen des Laserbeugungsverfahrens der Firma MicroTrec. Unter Ausdruck der  Korngrößenverteilung und Summenkurve und Ausweisung der für die Analyse relevanten Parameter D10, D50, D95.

Zugrundeliegende Toleranzen der beiden Prüfverfahren +/- 5%.

Analyse der Farbe

Prüfverfahren

Verwendung einer Prüf-Farbkarte nach RAL und Zuordnung einer möglichst genauen RAL-Farbe, sowie einer damit verbundenen Charakterisierung. Hierbei sollte sich auf den Begriff der in der RAL aufgeführten Farbspezifikation orientiert werden.

Prüfung der Haptik

Prüfverfahren

Individuelle Einschätzung der prüfenden Person. Hierbei sollte in den folgenden Begriffen unterschieden werden:

  • weich
  • leicht körnig
  • mittel körnig
  • scharf kantig
  • reibend

Schüttgewicht

Prüfverfahren

Zur Anwendung kommt ein Glasrohr, welches von unserem Stampfvolumeter verwendet wird. Dieses hat ein Volumen gemäß Skala von 600 ml, wobei 500 ml zur Anwendung kommen. Durchmesser des Glasrohres ist 50 mm. Der Sand wird als getrockneter Sand mittels Trocknung bei T = 50 Grad Celsius über 2 Std. auf einem Blech mit einer maximalen Schichtstärke von 10 mm mittels Fließtrichter dem Glasrohr zugeführt. Diese stehen auf einer Messwaage, bei der das Glasrohr vorher tariert wird. Füllung des Glasrohres auf 500 ml, um Messungen des entsprechenden gewogenen Gewichtes hoch zu skalieren auf ein Volumen von 1000 ml oder 1 dm³ oder 1 l. Das Schüttgewicht wird angegeben in kg pro dm³.

Stampfdichte

Prüfverfahren

Auf einem Stampfvolumeter, Fabrikat J. Engelsmann AG, kommt ein Glasrohr mit einem Gesamtvolumen von 600 ml und einem Durchmesser von 50 mm zum Einsatz.

Eingestellte Stampfungen 400

Gemessen wir das Gewicht auf einer Messwaage in Relation zu dem Volumen im Rohr nach der Stampfung. Dies ergibt eine entsprechende Stampfdichte, angegeben in kg pro dm³.

Drainage

Prüfverfahren

Einsatz eines Glasrohres mit einem Durchmesser von 65 mm und einem Volumen von 1000 ml. In dieses wird auf  780 ml oder 260 ml Schüttungshöhe mittels Einfülltrichter eine vorher getrocknete Probe lose eingeschüttet. Nach Erreichen der Zielhöhe von 260 mm werden 300 ml Wasser über einen entsprechenden Zuführtrichter zügig zugegeben. Es ergibt sich eine Wasserstauung über der Sandschüttung. Mit Beginn des Einschüttens wird die Zeit gemessen, bis zu der die Sandprobe vollständig von dem Wasser durchdrungen ist. Optisch sieht man dies an einer dunkleren Färbung am Glaskolben sowie dem Nichtaustreten von Luftblasen. Solange noch Luftblasen austreten hat die Wassersäule die Sandschüttung noch nicht vollständig durchdrungen. Die Drainagezeit in Relation zu anderen Zeiten, ergibt eine entsprechende Charakterisierung der Drainagewirkung.

Die Charakterisierungen sind wie folgt einzustufen:

  • sehr gute Drainage
  • gute Drainage
  • mittlere Drainage
  • verzögerte Drainage
  • schlechte Drainage
  • keine Drainage

Mit dieser Charakterisierung werden die entsprechenden Sande später in ihrer Qualität beurteilt, um zu sehen, wie schnell eine Sandschüttung nach starken Regenfällen wieder in ihrem ursprünglichen Maße genutzt werden kann. Diese Qualitätsbeurteilung gilt in der Regel für die Oberfläche der Sandschüttung.

Messung der Dämpfung

Prüfverfahren

Einsatz eines an der DIN orientierten Prüfverfahrens. Hierbei wird ein Gewicht von 2,6 kg und einem Durchmesser von 200 mm als flache Scheibe an einer vertikalen Stange geführt. Aus einer Höhe von 2 m wird dieses Gewicht im freien Fall auf eine lose Sandschüttung fallen gelassen. Gemessen wir die Eindringtiefe des Gewichtes in die lose Sandschüttung. Die Sandschüttung ist hierbei in einem Sammelgefäß untergebracht. Die Schüttungshöhe der losen Sandschüttung beträgt 200 mm.

Hierbei orientieren wir uns an der DIN 1176, bei der eine Mindestschichtstärke von 200 mm bei einer Fallhöhe von 2 m auf Spielplätzen zur Anwendung kommen muss. Diese Fallhöhe simulieren wir mit diesem Dämpfungsaggregat.

Überprüfung der Kornform

Prüfverfahren mittels Mikroskop-Aufnahmen

Die Kornform ist ein Indikator für die späteren Verhalten der losen Sandschüttungen und auch dem Verdichtungsverhalten über die Nutzungsdauer. Je glatter die Oberfläche ist, desto besser das Fließverhalten und die erwartete Packungsdichte. Runde Formen ergeben hohe Packungsdichten, verklüftete Formen bieten eine gute Drainagewirkung aufgrund der Abstandshaltung der zerklüfteten Oberflächenstrukturen.

Einzustufen ist die Oberfläche in folgende Charakterisierungen:

  • Kornform rund
  • Kornform kartoffelartig
  • Kornform länglich / oval
  • Kornform zerklüftet
  • Kornform scharfkantig / bruchartig (Plättchen Form)
  • Kornform stäbchenartig

Messung der Oberflächenstruktur

Prüfverfahren Mikroskop-Aufnahme

Durch den Prüfer sollen die folgenden Charakterisierungen der Oberflächenstruktur wie folgt eingestuft werden:

  • Oberfläche glatt
  • Oberfläche zerklüftet
  • Oberfläche mit Abstandshaltung

Fließverhalten

Prüfverfahren Fließtrichter

Zur Anwendung kommt eine Probe mit 500 Gramm Gewicht, welches bei einer Temperatur von 50 Grad Celsius über 2 Std. auf einem Blech getrocknet wurde. Gemessen wird die Dauer des Flusses von Beginn der Aufgabe bis zum vollständigen Durchfließen des Trichters.

Das Fließverhalten ist wie folgt zu charakterisieren:

  • Fließverhalten hervorragend
  • Fließverhalten sehr gut
  • Fließverhalten gut
  • Fließverhalten schlecht
  • Fließverhalten sehr schlecht
  • kein Fließverhalten

Ende der Prüfung